„Das wundert mich gar nicht“, verſetzte Mr. Brown. „Sie waren damals in Rußland, um das Ihrem Va⸗ ter angefallene Erbe des Grafen Cronoff ſtatt ſeiner zu erheben; die ruſſiſchen Erbſchaftsgeſetze ſind ſehr umſtändlich, Sie mußten ein Jahr dort bleiben. Uebri⸗ gens verkehrten Sie faſt nie mit Ihrer Schweſter, der ſeligen Baronin Franz Billmann— das Opfer, das die arme Frau Ihnen gebracht, tödtete die ge⸗ ſchwiſterliche Liebe. Sie ſind ſeit zwanzig Jahren ſelbſt mit dem Baron Franz Billmann nicht mehr zuſammen⸗ gekommen, wie ſollten Sie von ſeiner Familie etwas erfahren haben, da Sie beim Tode Ihrer Schweſter zum erſten Male nur flüchtig wieder mit ihm zuſam⸗ mentrafen und erſt heute Ihre förmliche Verſöhnung mit ihm ſtattfinden wird!“ „Woher wiſſen Sie das?“ platzte der Graf heraus, ſeine Ungeduld und Entrüſtung kaum mehr bezähmend. „Ich beſitze einen Talisman, Excellenz“, ſagte der Greis beinahe heiter und mit ſo feiner und doch ſicherer Gewandtheit, daß der Graf unwillkürlich ſtutzte;„einen Talisman, der mir alle Ihre Geheimniſſe erih. „Und dieſer Talisman iſt?“ „Das Gold und offene Augen, ein durch Erfahrung geübte⸗ Urtheil. Ich bin ſehr reich, und Sie wiſſen ja, Gold ſprengt alle Pforten.“
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


