Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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Die Zeit geht nicht gleichmäßig an den Menſchen vorüber, verſetzte der Graf kühl;ſie tritt dem einen unerbittlich ihre Fußtapfen in die Züge und berührt andere nur mit leiſem, ſchonendem Finger. Zwanzig Jahre haben mich ruhig gemacht, Mr. Brown, und lebensmüde. Sie haben ſich kaum verändert.

Sie erlebten in der letzten Zeit viel Trübes, Excellenz, erwiderte Mr. Brown;geſtatten Sie mir, daß ich Ihnen zum Tode Ihres Herrn Vaters und Ihrer Frau Schweſter, die ihm ſo raſch nachfolgte, mein Beileid ausſpreche.

Das Unglück iſt vernichtend über uns hereinge⸗

brochen, ſeufzte der Miniſter, der jetzt eine wehmüthige Rührung an den Tag zu legen für angemeſſen hielt; der theure Vater die liebe Schweſter und nun der gute, höchſtſelige König! Doch verzeihen Sie meinem Schmerz, fuhr er fort, das Taſchentuch an die trockenen Augen drückend,ich muß um Eile erſuchen womit kann ich Ihnen dienen?

Wenn Ihr Gedächtniß treu iſt, antwortete der Greis,ſo kann ich kurz ſein. Sie werden nicht vei⸗

geſſen haben, daß mein Sohn Ihr Studiengenoſſe,

Excellenz einſt mit Ihrer Schweſter, der jüngſt ver⸗ ſtorbenen Baronin Karoline Billmann, verlobt war. Der Adelsſtolz Ihres Vaters ſchien unbeſiegbar, aber