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„Was will der hier?— Iſt es derſelbe?“ fragte er den ruhig warteten Kammerdiener Friedrich.
Der ganz in Schwarz gekleidete Greis mit dem blaſſen, magern Angeſicht und den kleinen, ſtechenden Augen, die aber meiſt zu Boden gerichtet waren, erwi⸗ derte leiſe:
„Icl, Excellenz, es iſt derſelbe.“
„Sind Sie Ihrer Sache gewiß, Friedrich? Es iſt ja mehr als zwanzig Jahre her“, fiel der Miniſter erregt ein.„Es iſt ja ganz unglaublich.“
„Ja, ja, gerade zwanzig Jahre her; Excellenz be⸗ traten damals als Attaché die diplomatiſche Carrière und er ging nach Indien.“
„Gut— weiſen Sie ihn ab— dringende Ge⸗ ſchäfte— ich bin verreiſt—“
„Aber das wird er nicht glaubene, meinte der Kammerdiener, ſeinen Herrn heimlich beobachtend.„Der Wagen ſteht vor dem Hauſe.“
„Richtig! Nun, ſo führen Sie ihn nebenan in das Kabinet, ich werde ihn dort empfangen.“
Friedrich verbeugte ſich tief und verließ mit leiſem, ſchleichendem Tritt das Gemach.
Graf Ultritz ſah in den großen Spiegel, der den Pfeiler zwiſchen den Fenſtern ausfüllte.
„Was ſicht dich an, alter Diplomat?“ dachte er.


