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der Welt erblicken, dabei ſprach ſie:„Ich denke, ſie ſind wohlfeiler zu haben.“ Ihre Schoͤnheit hatte mich dermaßen ergriffen, daß ich ſprachlos da ſtand.„Hab' ich nicht recht?“ ſagte ſie laͤchelnd.„Dir Dame, ſag' ich, kann ich nichts ablehnen; lege ſo viele in Deines Traͤ⸗ gers Korb, als Dir gefaͤllig ſind.“ Sie dankte mir und legte alle Melonen, die ich vom Bort herunter genommen hatte, in ihren Korb. „Nun,“ ſagte ſie,„gebrauche ich auch Datteln, die beſten und ſchoͤnſten, die Du haſt.“ Ich legte ihr Datteln vor, dae von den Frauen in Deiner Hoheit Harem bewundert ſeyn wuͤr⸗ den.„Dame, ſage ich, dieſe ſind die beſten Datteln, die man in Kairo findet.“ Sie koſtete und fragte nach dem Preiſe; den gab ich an. „Sehr theuer,“ ſagte ſie;„doch ich muß ſie wohlfeiler bekommen, und noch einmal ſchlug ſie ihren Schleier zuruͤck.„Dame, ſag' ich, dieſe Datteln ſind fuͤr den geforderten Preis viel zu wohlfeil; es iſt ganz unmoͤglich auch nur einen Para weniger dafuͤr zu nehmen; be⸗ trachte, ſag' ich, ihre Schoͤnheit, fuͤhle ihr Gewicht, koſte ſie, ſag' ich, und Du mußt geſtehen, Dame, ſag' ich, daß ſie Dir fuͤr einen Preis gelaßen ſind, ſag' ich——


