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wurde ſie unter furchtbarem Gemezel mit Sturm eingenommen. Wir Frauen ſaßen in unſerm Gemache, hoͤrten mit Entſezen das abwechſelnde Jubel⸗ und Angſt⸗Geſchrei— das Krachen der zerſpringenden Bomben, das Pfeifen der Ku⸗ geln, das Aechzen der Verwundeten und das furchtbare Praßeln der Flammen, welche in ihrer raſenden Wuth die ganze Stadt verzehr⸗ ten;— da wurde die Thuͤr erbrochen, der Feind ſtuͤrmte herein. Wir kreiſchten, wollten entfliehen, doch vergebens.
Was aus den Andern geworden iſt, weiß ich nicht, ich wurde uͤber Todte und Sterbende durch Rauch und Flammen fortgeſchleppt, bis ich vor Schreck und Erſchoͤpfung das Bewußt⸗ ſeyn verlor. Als ich wieder zu mir kam, befand ich mich in einer Huͤtte, auf einem kleinen Bette liegend, zwei baͤrtige Ungeheuer ſtanden neben mir, beſchaͤftigt mit ihren rohen Haͤnden meine Gliedmaßen ohne die mindeſte Beachtung der Schaamhaftigkeit zu reiben. Sobald ich meine Augen aufſchlug, goß einer von ihnen mir etwas Branntwein in den Mund, huͤllte


