„Du kannſt ſchreiben, Muſtapha?“ fragte der Paſcha nach kurzem Schweigen. „Min Allah, Gott verhuͤte, daß ich dies bejahen ſollte, denn ich muͤßte mich dadurch voͤllig unfaͤhig betrachten, die Wuͤrde anzu⸗ nehmen, mit welcher Deine erlauchte Hohei mich bekleidet hat.“
„Wiewohl mir das Schreiben unnoͤthig iſt, dachte ich doch, es moͤchte fuͤr einen Vezir erforderlich ſeyn,“ bemerkte der Paſcha. „Ich will zugeben, daß Leſen noͤthig ſeyn kann,“ erwiederte Muſtapha,„vertraue aber darauf, daß ich Deiner Hoheit werde leicht be⸗ weiſen koͤnnen, das Schreiben ſey eben ſo ge⸗ faͤhrlich, als es nuzlos iſt. Durch dieſe un⸗ ſelige Aneignung ſind mehr Menſchen un⸗ gluͤcklich geworden, als durch irgend eine an⸗ dere Handfertigkeit; ſo gefahrvoll ſie fuͤr Alle Menſchen iſt, beweiſt ſie ſich doppelt gefaͤhrlich fuͤr Perſonen in hohen Ämtern. Zum Beiſpiel wenn Deine Hoheit eine geſchriebene Botſchaft
abſchickt und dieſe uͤbel aufgenommen wird, ſo
kann dieſelbe gegen Dich vorgebracht werden 4 haͤtteſt Du dagegen eine muͤndliche Kunde ge⸗


