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„Ich geſtehe es ein, Mama; aber worin ſoll die Belohnung beſtehen.“
„Darin, daß Du dem Vater und der Mut⸗ ter geſtatteſt, einen nahen Tag zu unſerer Ver⸗ maͤhlung zu beſtimmen, und daß Du erlaubſt, daß Tom und Marie am naͤmlichen Altare mit uns verbunden werden.“
„War ich nicht ſtets eine gehorſame Tochter, Mama?“
„Ja, mein Liebling, das warſt Du.“
„Dann werde ich thun, was meine Eltern mir heißen; wahrſcheinlich wird das der lezte Befehl ſeyn, den ich von ihnen empfange, und ich will gehorchen; biſt Du damit zufrie⸗ den, lieber Jakob?“
An dieſem Abende ward unſer Hochzeittag feſtgeſezt.
Dem Leſer darf ich mit keiner Beſchreibung meiner Gefuͤhle und meiner Seligkeit waͤhrend der Vorbereitungen zu dieſer Feſtlichkeit ermu⸗ den. Sarah und ich, Marie und Tom wur⸗ den an einem Tage verbunden, und nichts truͤbte unſer Gluͤck.
Tom wohnt bei ſeinen alten Eltern; und Marie in Gluͤckſeligkeit ſtrahlend iſt vielleicht reizender als je, aber ſie iſt auch eine vortreff⸗ liche, liebende Hausfrau geworden. 4


