— 1—
„Wahrlich, Jakob, ich gerathe in die hoͤchſte Verwunderung durch das, was Du mir geſagt haſt.“
„Ich habe mehr von ihr geſehen,“ fuhr ich fort,
„Bitte, ſag Du mir mehr.“
„Das moͤgte ich lieber nicht; Sie koͤnnen ſich jezt denken, was Ihnen geſaͤllig iſt.“
„Sie iſt noch jung, Jakob; ſie moͤgte ſich aͤndern, wenn ſie Frau wuͤrde.“
„Es iſt meine voͤllig feſte Meinung, daß wenn Sie ſich morgen mit ihr verheiratheten,
ſie Ihnen in der erſten Woche ſchon entlaufen wuͤrde.“
„Iſt das Deine aufrichtige Meinung, Ja⸗
kob?“— 1
„Mein Leben moͤgte ich darauf verwetten, daß ſie's thun wuͤrde, wiewohl ich den Zeitpunkt nicht ſo genau angeben will.“
„Jakob, ich danke Dir— danke Dir viel; — Du haſt meine Augen geoͤffnet— Du haſt
1 mir mehr Gutes gethan, als Ovid.— Ja, Junge; ſogar die Alten, die ich verehrte, han⸗ delten nicht ſo freundlich mit mir, als Du, ein Sproͤßling, den ich gepflegt habe.— Du haſt mich belohnt, Jakob— Du haſt mir ver⸗
4


