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ihn von ſeiner unſeligen Leidenſchaft zu heilen, dieß der Gedanke ſeyn wuͤrde, das Maͤdchen betrage ſich nicht gut. Auf jeden Fall wollte ich geringſchaͤzig von ihr ſprechen, denn ich
wußte, daß er nie wiederholen wuͤrde, was ich ſagte, mithin konnte es ihr nicht nachthei⸗
lig werden. Inzwiſchen fand ich die Sache ſchwierig genug, weil ich beſchloßen hatte, nichts
zu ſagen, was nicht Thatſache waͤre.—„Ge⸗
fallſam; ja gefallſam ſogar gegen jedermann; ich liebe dergleichen Maͤdchen nicht.“ „Wie, Jakob, iſt ſie leichtfertig?“ ich laͤchelte ohne zu antworten„ndoch habe ich die Bemer⸗ kung nicht gemacht,“ fuhr er fort.. „Sie iſt ganz wie ihre Mutter,“ bemerkterich. „Und wie war ihre Mutter?“ 1 Ich gab eine kurze Schilderung der Mutter
und der Art, wie ſie ihr Leben im Verſuche
verlor, ihrem Manne zu entfliehen. Der Do⸗
mine gruͤbelte eine Zeitlang und ſagte dann:
„Wenig kenne ich die Frauen, Jakob, aber was Du mir ſagſt, uͤberraſcht mich nicht nur,
ſondern betruͤbt mich. Sie iſt ſchoͤnen Anblicks.“
„Schoͤn iſt, was ſchoͤn handelt, Herr.— Manches Mannes Herz wird ſie noch peini⸗ gen, vermuthe ich.“—
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