Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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niße eingewurzelt; unaufhoͤrlich wiederholte ich ſie meinem Gemuͤthe und ward auf dieſe Art ein Philoſoph, lange bevor meine Weisheits⸗ zaͤhne nur den Kern angeſezt hatten, ſogar bevor ich die erſte Zahnreihe verwechſelte, mit welcher die guͤtige Natur uns beſchenkt, damit wir im Fallrock⸗Alter uns ohne Gefahr der Freude des Benagens uͤberlaßen koͤnnen.

Meines Vaters Erziehung war vernachlaͤßigt worden; er konnte weder ſchreiben noch leſen. Wiewohl er aber nicht durchaus Buchſtaben erfand gleich Cadmus, hatte er ſich dennoch an gewiße Hieroglyphen gewoͤhnt, die im All⸗ gemeinen ſeinen Beduͤrfnißen hinreichend ent⸗ ſprachen und die als eine kuͤnſtliche Gedaͤchtniß⸗ huͤlfe betrachtet werden konnten.

Ich kann weder ſchreiben noch leſen, Jakob, 7 pflegte er zu ſagen,ich wollte ich koͤnnt's; aber merk' Junge, mit dieſem Zeichen hier, meyne ich dreiviertel von'nem Bushel. Paß' auf, daß Du's weißt wenn ich Dich frage, oder ich will geblaſen ſeyn wenn ich Dich nicht blaͤue.

Es gehoͤ3rte aber ein beſonders ſchwieriger Fall dazu, eine neue Hieroglyphe noͤthig zu machen, oder eine ſo langanhaltende Rede aus