Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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nes ſchmaͤhlichen Betragens gegen meinen er⸗ ſten Kommis nicht laͤnger unter meinem Dache bleiben kannſt. Es ſcheint, daß der Auftritt, deßen Augenzeuge ich heute geweſen bin, nur ein Verfolg und eine Fortſezung fruͤheren, eben ſo unangemeßenen und unverſchämten Betra⸗ gens war; daß, weit davon entfernt, Deine Pflicht zu erfuͤllen, wie ich das immer geglaubt habe, Du dieſe fortwaͤhrend hintangeſezt und vernachlaͤßigt haſt; daß endlich die Verbruͤde⸗ rung, die Du mit dem trunkenen alten Manne und ſeinem frech⸗vermeßenen Sohne angeknuͤpft haſt, Dich zu dieſer Sinnloſigkeit verleitet hat. Sagen magſt Du allerdings, es ſey nicht Dein Wunſch geweſen, am Lande zu bleiben, und Du haͤtteſt den Aufenthalt auf dem Strome vorgezogen; in Deinem Alter iſt es nur zu oft der Fall, daß junge Leute ihre eigenen Wuͤnſche lieber zu Rathe ziehen, als ihr wah⸗ res Beſtes, und es iſt ein Gluͤck fuͤr ſie, wenn ſolche, die aͤlter, als ſie ſind, und die ihnen in der Welt ein gutes Fortkommen wuͤnſchen, anſtatt ihrer entſcheiden. Ich hatte gehofft, im Stande ſeyn zu koͤnnen, Dich auf eine geach⸗ tetere Stufe in der menſchlichen Geſellſchaft zu II. 2