Der alte Commodore. 159
ſeines Siegesglanzes und der Volksbeliebtheit, zu der er gelangt war, ſah man dieſe ſeine beſcheidene Forde⸗ rung für um ſo billiger an, und bot Alles auf, um zur Erfüllung derſelben hinzuwirken; und ſo glückte es denn, den wirklichen Kayitän Mainſpring einzufangen, obwohl dieſer ſich dabei ſo tuͤchtig widerſetzte, daß noch eines Menſchen Leben daraufging.
Mainſpring's Geſtändniß bewirkte augenblickliche Losſprechung des jungen Aſtell, ſo daß gegen ſteben Uhr am Abend des vierten Tages der ſüßen Haft deſſelben Sir Octavius und Kapitän Oliphant ſich in den Reiſe⸗ wagen des Erſtern warfen, Beide in Einem Athem: »Nach Treſtletree⸗Hall!« riefen, und als ein ſo fröhli⸗ ches Paar Gentlemen dahinraſſelten, wie deren jemals zwei mit vier Pferden fürbaß galopirten.
Um dieſe Zeit befanden die beiden Liebenden ſich al⸗
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lein mit einander. Der Tag war ſchwül geweſen, der
Abend war es nicht minder. Miß Belmont fühlte ſich
erſchöpft durch die vier Tage lange Einkerkerung; das
Händedrücken, der Seelenaustauſch der beiden Verlieb⸗
ten hatten für ſie nichts Erquickendes. Auf Rebekka's V Bitte hatte ſie einen langen, wiewohl unnützen, Brief
an Sir Octavius geſchrieben. Der Brief war befördert worden, und da Roſa ſich nun gänzlich unbeſchäftigt 4 ſah, wich ihre Entſchloſſenheit, und ſie begab ſich in ihre Kammer, um ihre Verdroſſenheit und Langeweile auszuweinen.
Auguſtus ließ ebenfalls die Flügel hängen, wie ein Vogel der Wildniß, den man einkäfigte. Er ward un⸗ geduldig, und ward es beſonders über die Frauenklei⸗ 1 dung, in der er ſtecken mußte. Er hätte beinahe lieber
die blutbeſudelten Lumpen des Mörders Mainſpring


