Der alte Commodore.
„Provinziale, Du biſt unurban. Ich habe mit Deiner Gebieterin zu reden. Melde mich Deiner Miß.«
»Miß will nichts mit Seinesgleichen zu ſchaffen haben, und ſagt, ich ſei nun Konſtabel und ſoll Ihn in's Loch werfen, wenn Er ſich nicht gleich packt.«
„Kerl, laß mich! ich ſtudire,« verſetzte unſer Peter, und nahm, mit dem aufgeſchlagenen Buche in der Hand, gerade den Fenſtern Miß Roſa's gegenüber auf einer Bank Platz, und that, als ob er eifrig läſe.
„»Er will ſich alſo nicht packen?« fragte der Bauer im Bedientenrocke.
»Nein, Du unbeſcheidener Tellerwiſcher!⸗
»Ich ſag' Ihm, dieß iſt herrſchaftlicher Grund und Boden, ſo weit bis an die Steine dort, die die Grenze anzeigen.«
»Hinweg, gemeiner Staubklotz! Ich ſitze hier und hab' an hohe Worte zu denken.«
»Na, ſo ſoll der Konſtabel ihm dabei den Kopf zu⸗ rechtſetzen— Er Handvoll von'nem Kerl!«
Dieſe letztere Bemerkung des fortgehenden Dieners brachte Peter's Galle in Bewegung. Er raffte ein Steinchen auf, das juſt kantig genug war, um wohl⸗ geſchlendert ſeinen Weg in einen dicken Schädel zu fin⸗ den, warf und traf ſo gut, daß der Dienſtmann zuerſt mit der Hand nach der empfangenen Wunde fuhr, als wollte er unterſuchen, ob ſein Bißchen Gehirn auch durch das entſtandene Loch entwiſchen könnte, dann
aber ſich haſtig wendete, und bald auf Armes Länge
wieder vor dem nicht unvorbereiteten Peter ſtand. Ohne weiteres Zeitvergeuden waren beide Parteien in einen Zweikampf verwickelt, den man ſchlechtweg ein
Fauſtgefecht zu nennen pflegt. Es hagelte Hiebe von
beiden Seiten, ſo daß Peter zwar nicht leer dabei aus⸗
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