18 3 Der alte Commodore.
meinten Spions zu erfahren; und da er vierzehn Tage nach ſeinem erſten Beſuche bei Florentin's es für die
höchſte Zeit erachtete, einen entſcheidenden Schritt hin⸗
ſichtlich ſeiner Mündel zu thun, ſo beſchloß er, ein lan⸗ ges Geſpräch mit Roſalien abzuhalten, dem Vater ei⸗ niges Geld zurückzulaſſen, und ſich bei Beiden alsdaun zu verabſchieden. 3
Während ſeiner wiederholten Beſuche hatte er Monſieur Florentin's Rath wegen des Umſtandes nach⸗ geſucht, der ihn zuerſt in des Barbiers Laden führte, nämlich: ſeine grauen Locken und ſeinen geliebten Zopf gegen falſchen Haarſchmuck zu vertauſchen. Monſieur Florentin, der ihm für ſein Leben gern dienſtlich ſein
wollte, hatte alle möglichen Perrücken à la Brutus und
à la Paganini auf Plumerſand's Schädel gepaßt, allein jede derſelben hatte nur mit der andern gewetteifert, welche von allen ihn am häßlichſten machen würde, ſo daß Mr. Plumerſand ſich gezwungen ſah, den Entſchluß zu faſſen, in ſeinem natuͤrlichen Aeußern ſeine Liebes⸗ bewerbung fortzuſetzen, obſchon die Dame einen ſo au⸗ ßerordentlichen Widerwillen gegen das an ihm hegte,
was, ſeiner Meinung nach, von Würde und Maͤnnlich⸗
keit zeugte.
Es war am letzten Nachmittage, den er in der Stadt zuzubringen gedachte, und ſchon waren die Poſt⸗ pferde auf morgen früh beſtellt, um ihn nach Jaſpar⸗ Hall zu bringen. Er hatte ſich bei dem Barbier beur⸗
laubt, der, faſt außer ſich vor Rührung, ſeine Gefühle
des Schmerzes und der Dankbarkeit in die Backen ei⸗ nes armen Teufels ſchnitt, den er ſo eben in ſeinem Laden unter dem Raſirmeſſer hatte. Plumerſand, der
neben Roſalien ſaß, bat dieſe auf die einſchmeichelndſte—* Weiſe, ihm die ganze Geſchichte in Bezug auf jenen
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