Der alte Commodore. 199
wiſſen, daß ich gezwungen war, meine Feder niederzu⸗ legen, um ſie nimmer wieder als Pamphletſchreiber in die Hand zu nehmen.
Folgenden Tages kam mein kleiner Alter— er hieß Sturzner, und war von Geburt ein Deutſcher— eitel Freude und Lächeln wieder zu mir.
„»Seine Majeſtät ſchickt Ihnen dieſe Schachtel Bruſtkuchen und dieß Billet, von eigner hoher Haud an den erſten Lord der Admiralität geſchrieben, das Sie in Perſon einzureichen haben.«
Mit der Miene eines Kaiſers wies ich den Deut⸗ ſchen zu meiner Stube hinaus, legte meine Galla⸗ Uniform an, machte dem erſten Lord meine Aufwar⸗ tung, und war Tags darauf— Kapitän! Ich glaube, ich bin der erſte Marineofficier, der ſich in ein Ober⸗ kommando hineingehuſtet hat.
Wiederum folgenden Tags ging ich, mit der größ⸗ ten Epaulette, die London hatte liefern können, auf meiner linken Schulter, zu Hofe. Ich ward überaus huldreich aufgenommen.
„Kapitän Drib— ib—bibble,« ſagte Seine Allergnä⸗ digſte Majeſtät—»wie— wie— wie geht's mit Ih⸗ rem Huſten? Die Bruſtkuchen gekoſtet? he? he? Und's andere Recept? hat's angeſchlagen? Ah ja, ich ſehe, ich ſehe— durch die Lunge geſchoſſen— damals— am erſten Juni— ſchwer verwundet worden da— bei Dings da— weiß Alles, Alles— beilegen, beilegen! wieder geſund werden— Könige ſind gute Aerzte. Schön ſo, recht, recht ſchön ſo, Lady Georgy!«
Da ich nun ſehr verſtändig folgerte, daß, auch bei der größten Anmaßung der Eitelkeit von meiner Seite, unmöglich der letztere Theil der Rede des Königs an
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mich gerichtet ſein konnte, huſtete ich meinen Dank


