Der alte Commodore. 187
Sie glaubten, ſie ſetzten ihn zum letztenmale vom Ter⸗ rifie“ an Land, und dießmal hatten ſie Recht. Den⸗ noch paßte Sir Octavius ſo wohl zu ihren rauhen und biederen Naturen, daß, als ſie einen neuen Befehlsha⸗ ber erhalten hatten, kein Mann unter ihnen war, der den alten Commodore nicht zurückgewünſcht hätte. Zur Zeit aber, in welcher ſie ihn zu Portsmouth an Land ſetzten, waren ſie voll Unwillens über ſein Betragen gegen ſeinen Neffen, denn die Meiſten unter ihnen glaubten nicht anders, als er habe in ſeinem Grimme den jungen Aſtell eigenhändig über Bord geſtoßen.
In dem Augenblicke, als man am Lande ſich des Commodore annahm, denn dieſer war noch ſehr unpäß⸗ lich, zog der Hochbvotsmann mit Hohnlächeln auf den Lippen den Hut, und meinte,»er und die Mannſchaft brauchten wohl nicht auf Sir Hock⸗Dich⸗wie⸗uns“ zu warten.«⸗
Für dieſen unhöflichen Wink trug der Mann von der Eiſenfauſt des Alten einen Puff davon, der ihn in's Waſſer ſtürzte, während er den Donnerzuruf vernehmen mußte, man ſollte ſo lange warten, bis der Teufel Con⸗ trabefehl geben würde. Zwiſchen zwei Midſhipmen, die
er als lebendige Krücken mit in das Boot genommen
hatte, hinkte der Alte jetzt auf die Admiralität, wo er über die Maßen kalt aufgenommen wurde. Der Ad⸗ miral konnte keinen Klagebeweis gegen den Commodore führen, hätte dieſem jedoch gern ein Kriegsgericht für jeden Punkt bewilligt, in welchem der Alte ſich hätte ſchuldig fühlen mögen. Das war Wurmſaamen und Aloe für Sir Octavins. Mit dankloſem Stolze und grimmigem Lächeln lehnte er ſeines Obern Anerbieten ab, und begab ſich alsdann trübſelig niedergeſchlagen in den angeſehenſten Gaſthof des Ortes.


