Der alte Commddore. 3 25
dieſen liſt dem Leſer bereits in der Perſon der Miß Mathilde Bacuiſſart oder richtiger ausgedrückt, der Miß Baeuiſſart vorgeführt worden; denn ſie war nicht bloß die jüngſte, ſondern die einzige Unvermählte von den Dreien. Dem Scheine nach führte ſie das Haus⸗ weſen des Commodore, da dieß jedoch gemeinhin ſo viel heißt, als das Haus in Ordnung, oder Ordnung im Hauſe halten, ſo war die Dame hinſichtlich deſſen aller Mühe überhoben, indem Miß Rebekka dafür ſorgte, daß vom Keller bis zum Dache eitel Unordnung in al⸗ len Gemächern von Treſtletree⸗Hall herrſchte; doch war in dieſer Hinſicht das Zimmer ausgenommen, in welchem Mr. Underdown und deſſen Bibliothek ihre Wohnung hatten.
Die zweite der Schweſtern war eine Miſtreß Oli⸗ phant, eine leidlich hübſche, ziemlich plumpe, aber recht glückliche Wittwe, obſchon alle Bacuiſſarts ſagten, ſie hätte ſich dadurch weggeworfen, daß ſie einen reichen Ge⸗ würzhändler ehelichte. Die Roſinen und Feigen, welche dieſer„en gros« in Schutz genommen hatte, vergalten ihm dadurch, daß er, als er ſtarb, ſeine Pflaume werth war. Seine Wittwe zählte jetzt etwa zwei und vier⸗ zig Jahre und hatte mehrere Kinder, von denen die Söhne, mit Ausnahme eines einzigen, ſich mit vieler Emſigkeit dem Handel widmeten; der Aeteſte on nen aber war, obſchon er kaum ſechsundzwanzig Jahre zählte, Poſtkapitän bei der königlichen Flotte und kom⸗ mandirte die Fregatte Monina.
Waren die Mitglieder der Familie auch etwas ſcheu vor den zuckerigen Oliphanten, ſo ſtand der junge Ka⸗ pitän doch in einiger Gunſt bei dem alten Commodore, obwohl Erſterer ſtets Sorge trug, mit Letzterem ſo we⸗ nig als möglich in Berührung zu kommen. Dieß war


