Ardent Troughton. 195
ich früher gehört hatte, allein keines von allen, die ich verſuchte, wollte auſchlagen. Endlich unterzog ich mich einer ermüdenden Arbeit— nämlich dem Verſuche, die Myriaden von Sternen zu zählen, die ſo hell und ſo wohlwollend auf mich herabzublicken ſchienen. Als das dunkle Blau über mir immer dunkler ward, trat Fremd⸗ ling nach Fremdling in kleinem Goldpunkte heraus, und meine Beſchäftigung ward mir immer verwilderter ge⸗ macht. Dieß Heraustreten in ein leuchtendes Daſein vereinbarte ſich ſo mit meinen Ideen von Bewegung, daß ich anfing mich zu wundern, warum die größeren und helleren Sterne ſich nicht des nämlichen Vorrechtes bedienten. Bald nachher bemerkte ich, daß ſie entweder das thaten, wozu ſie nach meiner Meinung ein Recht hatten, oder daß ich träumte.
Um des Einen oder des Anderen Wirklichkeit zu er⸗ kunden, erhob ich mich aus meiner liegenden Stellung, ſetzte mich aufrecht und blickte umher. Hier konnte keine Täuſchung mich bethören; im hellen Sternenlicht war
Alles, ſo wie es ſich gezeigt hatte, ehe ich mich nieder⸗
legte. Deutlich erkannte ich den Bananabaum wieder, von dem ich kurz vorher gepflückt und gegeſſen hatte. Die untere Welt ſtand unbeweglich in ihrer ſchattigen Wirklichkeit da— die Bäume, die offenen Räume und die Umriſſe der ewigen Hügel veränderten ſich nicht; üͤber ihnen in den Himmeln aber fand eine harmoniſche Bewegung Statt. Von Seele eitel Eifer, von Körper durch das Gefühl der Muͤdigkeit erſchöpft, legte ich mich abermals auf den Rücken, und beobachtete den langſa⸗ men und labyrinthiſchen Tanz der Sphären.
Leiſe, aber großartig tief, wie das ferne Brauſen der ſich ſenkenden Fluthen, drangen Muſik und die Stim⸗ men zahlloler Harmonieen in mein Ohr.»Dieß iſt,«
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