12 Die Büßung, oder
ſchlag' ich ſelbſt ihn! Doch gelaſſen— er kommt daher mit aller Hoffart eines Befehlshabers auf dem Geſichte. Jugurtha, Du liebſt mich; thu' alſo wie ich Dir es
heiße. Unſere Zeit wird kommen. Er iſt mein Feind
und der Deinige; aber keinen Mord, Jugurtha— denk an die Brigg Jane“. Jetzt geh' und bediene Deine junge Gebieterin.«
Es war jetzt um Mittagszeit; eine ſteife Topgallant⸗ Brieſe ſprang oſtwärts her, und es war gerade See genug da, wo wir an einem einzigen Anker ritten, um
die Bewegung des Schiffes fühlbar zu machen. Werft
und Feſtungsbrüſtungen von Barcelona waren mit Zu⸗ ſchauern augefüllt, welche die Abfahrt der Santa Aua mit anſehen wollten. Bei der buntgemiſchten Mann⸗ ſchaft, die wir an Bord hatten, und in meinem Zweifel an der Geiſtesgegenwart unſers Kapitäns, war ich an⸗ gelegentlich beſorgt, zu ſehen, auf welche Weiſe unſer Unterſegelgehen bewerkſtelligt werden würde, und begab mich deßhalb auf das Hauptverdeck.
Da unſer Fahrzeug früher Kriegsſchiff geweſen war, hatte es ſtatt einer Ankerwinde einen Kapſtan oder eine Ankerſpille auf dem Hinterdecke. Bisher war mir das Lichten des Ankers nur mittelſt des Windebaumes zu Geſichte gekommen; ich trug daher um ſo mehr Ver⸗ langen, die Art des Ankerlichtens, die man jetzt vor⸗ nehmen würde, zu betrachten und genau kennen zu lernen..
Schon war das Botentau zu dem Kabel auf dem Hauptverdeck gebracht und mit den Ankerbeitauen daran befeſtigt worden. Man hatte die Halbdrehung des Ka⸗ bels von den Klüſen oder Haltblöcken gelöſet, ſo daß das Schiff jetzt nur noch an dem Botentau ankerte. Freilich begriff ich dieſe Vorrichtungen auf den erſten
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