Erſtes Kapitel.
Zu jener Zeit obſiegten die Waffen Frankreichs in Spanien; die Parteianhänger in Barcelona wurden täg⸗ lich kühner, und die franzöſiſchen Truppen zogen ſich rings dicht um die Stadt zuſammen. Unſere Lage ward kritiſch. Wir hatten viele Waaren und eine große Menge von Hausgeräth einzuſchiffen. Es durfte keine Zeit verloren werden, und Don Rodrigo Mantez wies ſich eben ſo thätig als mein Vater und ich es thaten. Er hatte ein faſt tauſend Tonnen großes Schiff zu be⸗ mannen, und dieß zu einer Zeit und an einem Orte, wo „»die Menſchen«— um uns des Ausdrucks eines tapfe⸗ ren Feldherrn zu bedienen—»ſchnell verbraucht wur⸗ den.« Seelente wurden gewaltſam weggeſchnappt, um Soldaten aus ihnen zu machen, und Soldaten wurden verlockt, zum Matroſendienſt überzugehen. Landſtreicher und Miſſethäter fanden dabei Unterkommen, ſobald ſie leidlich geſund und körperſtark waren; ſo gelangten wir endlich zu einer Mannſchaft von einhundert neun und funfzig Perſonen, den Kapitän ungerechnet, die aus al⸗ lerlei Nationen beſtanden, und unter einander allerlei
Gewerben anhingen.
Das Schiff, die Santa Ana oder heilige Anna, das nämliche, das mich nach Barcelona getragen hatte,


