hatte, und dann fielen Martin und alle übrigen, zu gleicher Zeit aufſpringend, über ſie her. Nach einer kurzen und vergeblichen Gegenwehr hatten ſie ſich ihrer bemächtigt, doch nicht, ohne daß der junge Indianer ei⸗ nen Soldaten durch einen Meſſerſtich verwundet hatte. Die Riemen waren bereit, die Indianer wurden ge⸗ bunden und auf Anordnung Malachi's auch Percival, der, ſo lange er nicht gebunden war, zu entfliehen verſuhte. Sobald man ſich der Gefangenen verſichert hatte, brachen Martin, Graves und einige andere Sol⸗ daten das Wild auf, um es zum Eſſen zu bereiten, während die Erdbeere und die indianiſche Frau Brenn⸗ holz ſammelten. Indeſſen ſtand Capitän Sinclair, Alfred und Malachi mit John bei den Gefangenen und richteten ihre Aufmerkſamkeit auf Percival, welchen ſie zu binden genöthigt waren, damit er ihnen nicht ent⸗ wiſche. Er war nun faſt zwei Jahre bei den India⸗ nern in den Wäldern, ohne das Angeſicht eines weißen Mannes geſehen zu haben, und ſchien alle Erinnerun⸗ gen ſeines früheren Lebens verloren zu haben,— ſo ſchnell kann man in den Zuſtand der Verwilderung ge⸗ rathen. Auf die Frage Alfreds antwortete er nicht und ſchien ihn nicht zu verſtehen.
„Laſſen Sie mich es verſuchen, Sir,“ ſagte Ma⸗ lachi,„ich will Indianiſch mit ihm ſprechen; er hat vielleicht ſeine Mutterſprache vergeſſen. Es iſt bewun⸗ dernswürdig, wie bald wir in den Stand der Natur zurückkehren, wenn wir einmal in den Wäldern ſind.“
Malachi ſprach nun mit Percival in indianiſcher Sprache. Percival hörte einige Zeit zu, endlich ant⸗ wortete er in derſelben Sprache.
„Was ſagt er, Malachi?“ fragte Alfred.
„Er will ſeinen Todtengeſang ſingen, denn er ſey der Sohn eines Kriegers und wolle muthvoll ſterben.“
„Wie der Junge verändert iſt, ſagte Capitän Sin⸗ elair,„iſt es möglich, daß eine ſo kurze Zeit dieſes herbeiführen könnte?“ 5


