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verknüpft, welche es um ſo peinlicher machten; das Geſchäftshaus, mit welchem Herr Percival aſſocirt war, fallirte, und immerwährende Plage und Angſt, welche Herr Percival auszuſtehen hatte, zogen ihm ein hefti⸗ es Fieber zu, welches nur mit ſeinem Tode endigte. In dieſem traurigen Zuſtande, als eine Wittwe mit einem zwei Jahre alten Kinde, einem kleinen Mädchen, und mit der Ausſicht, aufs Aeußerſte eingeſchränkt zu werden, wurde Mrs. Percival in das Haus ihres Bru⸗ ders gebracht, welcher, gleich ſeiner Gattin, alles mög⸗ liche that, um ihr in ihrer traurigen Lage Troſt und Schutz zu gewähren. Allein ſie hatte ſoviel bei dem Unglücke ihres Gatten gelitten, daß, als die Zeit nahte, ihre Kraft zu Ende war, und daß ſie ſtarb, indem ſie einer zweiten Tochter das Leben gab. Herr und Frau Campbell wurden demnach mit der Sorge für dieſe zwei kleinen verwaiſten Mädchen be⸗ laſtet, und zogen dieſe auf wie ihre eigenen Kinder. So war der Stand der Dinge nach Ablauf von zehn oder elf Jahren nach Herrn Campbells Hochzeit, als ein Umſtand eintrat, der ebenſo unerwartet als
willkommen war.
Herr Campbell hatte die Runde ſeiner Geſchäfts⸗ beſuche beendigt, das Mittageſſen war vorüber, und er ſaß noch bei Tiſche mit ſeiner Frau und mit ſeinen ältern Kindern, denn es waren die heiligen Chriſtfeier⸗ tage, und da war Alles zu Hauſe. Die Kindsfrau war
eben mittels der Klingel gerufen worden, um die bei⸗
den kleinen Mädchen und den jüngſten Knaben herein⸗ zubringen, als der Poſtbote an der Thüre pochte und
das Dienſtmädchen einen Brief mit einem großen ſchwar⸗
zen Siegel hereinbrachte. Herr Campbell öffnete den⸗ ſelben und las was folgt:
„Sir,— wir haben das große Vergnügen, Ihnen kund zu thun, daß nach dem Tode des Herrn Sholto
Campbell zu Wexton⸗Hall, Cumberland, welches ſich
am neunzehnten des letzten Monats erreignete, auf Sie, 8


