Teil eines Werkes 
2. Theil (1830)
Entstehung
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Der engliſche Geſandte hatte Befehl, den Herrn von Rouillé nicht aus den Augen zu verlieren, und alle ſeine Unternehmungen zu verfolgen, um davon ſeinem Hofe Kenntniß zu geben. Er hatte die fruͤhere Gewohnheit, die Regierung um den Zweck ſo vieler Schiffe zu fragen, abgelegt, weil man ihm oft geant⸗ wortet hatte, daß der franzoͤſiſche Hof dem großbritanni⸗ ſchen uͤberall keine Rechenſchaft ſchuldig ſey.

Der Koͤnig nahm eine Befoͤrderung der Seeoffi⸗ ziere vor; die Befehlshaber der Geſchwader wurden er⸗ nannt; man befoͤrderte die Capitains und alten Lieute“ nants zu hoͤhern Poſten, und man machte ein ſolches Aufſehen von dem Beſtande des Seeweſens, daß London Verdacht zu ſchoͤpfen anfing.

Ein fremder Geſandter ſagte eines Tages in dieſer Hinſicht zu mir, daß er einen großen Fehler an der franzoͤſiſchen Regierung bemerke, naͤmlich:»daß ſie ſich Europa und ihren Feinden zur Schau ſtelle. In Ver⸗ ſailles,« ſetzte er hinzu,»giebt es durchaus kein Staats⸗ geheimniß; die chriſtliche Republik iſt von den Plaͤnen Frankreichs lange vorher unterrichtet, ehe man im Stande iſt, ſie auszufuͤhren, weshan ſie denn auch ſcheitern.«

Eine Angelegenheit, die Frankreich gar nicht be⸗ traf, erregte die Aufmerkſamkeit des Koͤnigs auf einige Zeit. Die Genueſen(ein bewegliches Volk, das ſeit der Gruͤndung der Republik nie ruhig geweſen iſt) fuͤhrte ſeit langer Zeit Krieg mit den Korſen, die ſie Aufruͤhrer nannten, waͤhrend dieſe ihnen den Namen von Tyran⸗

nen gaben. Es hatten mehrere Gefechte Statt gefunden,