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Glauben, Lieben, Denken und Empfinden, ein Herz und eine Seele; wie ſollten wir nicht Eins ſein, wenn es gilt zu ſchaffen? Iſt das nicht eben die chriſtliche Ehe, daß beide Gatten aufgehen in einander, daß Alles, ohne Verabredung, dennoch in Uebereinſtimmung geſchieht? Jetzt ſchone Dich und ſiehe, ob ich auch in der Ausführung Deinem Bauplane getreu geblieben!“
„Ich habe ihn geſtern gezeichnet, er liegt in der Brief⸗ taſche, die ich bei mir trage; ich werde gleich beim Eintritt ſehen, ob Du davon abgewichen biſt.“
Edward und Jane betraten das kleine Haus; Anlage, Ausführung und Einrichtung überraſchten jenen ſo ſehr, daß der ſelbſtgefertigte Bauplan bald auf die Seite gelegt ward. Eine tiefe Stille herrſchte im ganzen Hauſe. Das Ehepaar hatte Küche und Keller, Vorrathskammer und
Speicher, Wohn- und Schlafzimmer in Augenſchein ge⸗
nommen, die alle zur Aufnahme der zukünftigen Bewohner bereit ſtanden und keiner Bequemlichkeiten entbehrten. End⸗ lich waren ſie wieder hinunter, um in den Speiſeſaal zu gehen, welcher nach engliſcher Sitte immer im Parterre ſich befindet. Frau Marriſon öffnete die Thür mit einem verab⸗ redeten Zeichen, und laut und voll erklang es bei ihrem Eintritt:„Herr Gott, Dich loben wir!“ Der Vikar von Antrien, an der Spitze einer Verſammlung befreundeter, geliebter Menſchen, richtete einen erbaulichen Gruß an den zweifach Wiedergeborenen und ſchloß mit einem warmen, herzinnigen Gebet. Kein Herz war ungerührt, kein Auge trocken geblieben. Erſt nach und nach erkannte Der, welchem die Feier des Tages galt, die alten, treuen Freunde heraus,


