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Guter Rath ist Geldes werth : eine Erzählung für die Jugend / von Friederike v. Marées
Entstehung
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Zehntes Kapitel.

So gewaltſame Erſchütterungen waren nicht ſpurlos an Edward Marriſon vorüber gegangen. Ein ſchweres Ner⸗ venfieber war die nächſte Folge. Lange Zeit ſchwebte er in Todesgefahr, lange Tage und Nächte wachten Weib und Kinder an dem Krankenbette des Geliebten. Er war ihnen kaum auf eine ſo wunderbare Weiſe wiedergegeben, und abermals waren ſie von ſeinem Verluſt bedroht. Der treue Freund aus Antrien bewährte ſich auch hier. Nicht ſo oft ſeine Liebe ihn hinzog, aber ſo oft ſeine Amtsgeſchäfte es zuließen, machte er den Weg nach Antrien. Seine Anwe⸗ ſenheit war dort immer von geſegneter Wirkung, wenn auch nicht für den Kranken, der entweder in wilden Fieberphan⸗ taſieen oder todtenähnlicher Abſpannung da lag. Die Umgebungen trugen jedesmal geſtärkter durch den Glauben an die himmliſche Gnade die ſchwere Prüfung. Jedesmal ſahen ſie gefaßter und ergebener in Gottes Willen dem zweifelhaften Ausgange entgegen, wenn ſie mit dem Vikar vereint ein inbrünſtiges Gebet zum Himmel geſchickt hatten. Wie der Herr es in ſeiner Weisheit beſchloſſen, mag es kommen; der Name des Herrn ſei geprieſen von Ewigkeit zu Ewigkeit; war die demüthige Antwort der frommen Frau Marriſon, als der Arzt ihr jede Hoffnung auf die Geneſung ihres Gatten abſchnitt.Der Name des Herrn ſei geprie⸗ ſen von Ewigkeit zu Ewigkeit, betete ſie voll Dankbarkeit, als zum Zweitenmale in einem Wunder ſich Gottes Allmacht offenbarte und durch ſeine Gnade mittelbar Unglaubliches

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