gab es keine chriſtliche Liebe, keine göttliche Gnade; ſie waren der Hölle verfallen. Mit Luſt, mit höhniſcher Genug⸗ thuung klagte Einer den Andern an, ſonſt Jeder ſtolz auf ſeine liſtigen Erfindungen, ſchob jetzt Einer dem Andern dieſe zu. Jeder von ihnen wollte, gegen den Andern zeu⸗ gend, ſich ſelbſt retten, und ſo fielen beide in die Hand des Henkers.
Wie ein Triumphator nach einem erfochtenen Siege, vom Volke begleitet, durch die Straßen Roms zog, ſo fuhr der Wagen des Edward Marriſon, von einer jubelnden Menge gefolgt, ſeinen Hauſe zu, als das„Nichtſchuldig“ von der Tribune herab erſcholl und dem Märtyrer Leben, Ehre und Freiheit wiedergab. Eben ſo ſchaarte man ſich um Bill, um zu ſehen, zu hören, ihm die Hand zu drücken, ihm, der vom Herrn berufen war, die Wahrheit an's Licht zu bringen. Ein nicht geringeres Jauchzen der Volksmenge begleitete zwei Tage ſpäter einen Karren, auf welchem zwei bleiche, finſter blickende Männer ſaßen. Die Blicke, die ſie von Zeit zu Zeit einander zuwarfen, waren voll Haß und Grimm. Sie hatten jeden geiſtlichen Beiſtand verſchmäht, jeden Troſt der Religion hartnäckig von ſich gewieſen, aber beide ſchrieen wild auf, beide erbleichten noch mehr, als ſie das dreiarmige Inſtrument, den Galgen, zu Geſicht be⸗ kamen.


