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Guter Rath ist Geldes werth : eine Erzählung für die Jugend / von Friederike v. Marées
Entstehung
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umherliegenden Hütten eine derſelben ganz beſonders einla⸗ dend hervor. Wie wir ſie in der Nähe betrachten, da wer⸗ den wir allerdings gewahr, daß ſie ſicher ſchon in ihre urſprüngliche Beſtandtheile zuſammen geſunken ſein würde, wenn ihr nicht die uralte, gewaltige Wurzel eines Epheus als Grundſtein diente. Der armdicke Stamm dieſes Epheus, ſeine tauſend und abertauſend Luftwurzeln waren ſo innig mit ihr verwachſen, ſeine langen, zähen Zweige umſchlangen ſie ſo liebevoll und feſt, daß ſie keine andere Stützen bedurfte.

Sie waren gegen Regen und Sturm geſchützt, aber ebenſo

wurden die brennenden Sonnenſtrahlen aufgenommen von dem dichten, immer grünen Blätterdach. Dieſe Blätter wehr⸗ ten nicht allein die Näſſe und Hitze, ſondern ſie ſchmückten ſie zu gleicher Zeit ſo wundervoll, daß weder Baumeiſter noch Bildhauer mit aller ihrer Kunſt jemals ſolche Dauerhaftig⸗ keit, noch ſolchen architektoniſchen Zierrath zu ſchaffen ver⸗ mögen. Nach Fenſtern ſuchen wir freilich vergebens an dieſem eigenthümlichen Bauwerk, keine Eſſe ſtört die Harmonie des grünbedachten Gebäudes. Der Rauch findet den Ausgang durch die Thür. Der freie Abzug iſt nie gehemmt; ſelbſt wenn dieſe gebrechliche Thür geſchloſſen, finden ſich klaffende Spalten und weite Oeffnungen genug darin, um ihn hinaus⸗ ziehen zu laſſen. Drinnen herrſcht, in Uebereinſtimmung mit dem Aeußern, auch jene paradieſiſche Einfachheit, die dem alten König aus dem vorerwähnten Märchen reizender erſchien, als aller Glanz und Pracht, die ihn umgab. Ein Hemd nach dem Muſter, wie er es kannte, würde er wohl auch hier ſchwerlich gefunden haben. Das einzige Exemplar, welches nach unſeren Begriffen ſo genannt zu werden verdiente, war