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Guter Rath ist Geldes werth : eine Erzählung für die Jugend / von Friederike v. Marées
Entstehung
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weniger dunkel; wo eine Blume blühte, da war auch ein Käferlein oder eine Raupe, die ſie benagte, nicht fern. Immer kleiner ward die Hoffnung des Königs, immer düſterer ſein Sinn. Da hörte er von der Anſiedlung einer fremden Hirtenfamilie, die tief verſteckt in einem anmuthigen Thale ſich befinden ſollte. Dorthin nahm er ſeinen Weg und eilte ſeinem Gefolge voraus, denn er hatte weder Ruhe noch Raſt, und als er in einem Walde, der ihn hinführen ſollte, allein ohne Begleitung war, geſchah es, daß der koſtbare, ſchwerfällige Wagen, der nur zum Gebrauche auf ebenen, gebahnten Wegen eingerichtet war, an einen umgefallenen Baumſtamm ſtieß und mit einem zerbrochenen Rade auf dem Boden lag. Hülfe war nicht in der Nähe und er mußte die Ankunft ſeines Gefolges abwarten. Das währte aber dem alten Herrn zu lange, die Ungeduld trieb ihn vor⸗ wärts. Wie er nun durch den grünen, luſtigen Wald dahin wandelte, ward es ihm wunderbar wohl zu Muth. Die Libellen umſchwärmten ihn wie fliegende Edelſteine, die Eich⸗ hörnchen thaten gar nicht, als ob eine Majeſtät, der man Ehr⸗ furcht bezeigen müſſe, in ihrer Nähe ſei. Sie ließen ſich nicht ſtören in ihren unbefangenen Spielen. Die Vögel ſangen und jubilirten, ſie hatten keine Proben zu machen nöthig, ſie ſtimmten keine Inſtrumente, und dennoch hatte er noch nie ein ſo harmoniſches Concert vernommen. Die Eidechſen guckten ihn ſo dreiſt und klug mit ihren hellen Augen an, als ſei er ein ſo gewöhnlicher Mann, wie ſie ihn täglich ſahen. Dergleichen hatte er in ſeinen Gärten und Paläſten noch nimmer geſehen und erlebt. Ach, wäre mein Kind hier, ſeufzte er. Plötzlich ward der Wald lichter und er ſah gerade auf