Freundſchaſt, ihre Spiele; er beſchrieb die Schrecken
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die gewöhnliche Lebenskraft weit nachſteht. So kniend war er allmählig immer näher gekommen, ohne zu wiſſen wie, ohne den feuchten Boden, die ſchneidenden Kieſel zu fühlen. Man erzählte gerade die ſcheußlichſte von allen Greuelthaten Richards III., diejenige, welche ohne Zweifel das Wetter über ihm zuſammengezogen hatte: den Meuchelmord der beiden Prinzen, ſeiner Neffen, im Tower von London.
Der Erzähler beſchrieb einfach und wahr die Schönheit dieſer beiden Kinder, ihre Unſchuld, ihre
jenes verriegelten Gemachs, das plötzlich erfüllt war vom röthlichen Schimmer des Mondes; die ſchweren, gedämpften Tritte der Mörder, die ſchrecklichen Streiche der Meſſer auf die zarten Leiber der Kleinen, das zerreiſſende, von den Henkersknechten erſtickte Schreien der Schlachtopfer.
Der junge Mann war vollends ganz aufgeſtanden; in dieſem Augenblick erhob er, verſtört und verſtellt, wie gewaltſam die Arme, ſtieß einen furchtbaren Schrei aus, den die Bergſchluchten in langen Klage⸗ tönen wiederhallten, und ſiel ohne Bewußtſein in⸗ mitten der Gruppe nieder. Einige Worte, die er noch murmelte, konnten die Umſtehenden, welche ihn er⸗ ſchrocken aufhoben, nicht mehr verſtehen.
Zweites Kapitel.
Der Schrei des Jünglings und die darauf fol⸗ gende Unruhe, hatte die Schläfer, welche irgend eis, 34


