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die Herrſchaften von dem Ruderer, der ihnen den Rücken zukehrt und ſein breitſchaufliges Ruder arbei⸗ ten läßt, bis er den Punkt erreicht, wohin man ihm zu fahren befohlen hat. Hier halten die Herrſchaften an, man trinkt die reine Luft, man ſieht die Sterne leuchten, man ſucht Gott unter ſeinem azurnen Wall, und das Boot, das einen Augenblick vernachläſſigt wird, gleitet ſanft weiter unter dem Einfluß irgend
einer ſchüchternen Strömung oder eines gefälligen
Abendwindes, der dem Ruderer Ruhe verſchafft. Gewöhnlich legt ſich dieſer Letztere, faul und ſchlaf⸗ ſüchtig wie jeder ächte Italiener, auf das Verdeck ſeines Bootes, hält ſeine Arme über ſeine Augen und ſchläft ein.
Caliſte hatte ſich auf das Hinterverdeck geſetzt,
Armand unter das weiße Zelt. Eine wollüſtige Er⸗
ſchlaffung, eine wonnige Mattigkeit war über Beide gekommen; ſie ſahen einander an, ohne zu ſprechen. Caliſte ließ die Falten ihres Kleides am Boot ent⸗ lang fallen, und unter ihrem wallenden Gewand ſahen ihre alabaſternen Füße hervor, welche ſie von Zeit zu Zeit durch das lauwarme Waſſer koſen ließ. Sie begann zu ſingen, während das Boot dahinfuhr. Sie ſang, während ihre Augen auf Armand weilten, der ſich in der Wonne ſie zu ſehen und zu hören berauſchte. Es waren lauter Lieder aus ihrer Hei⸗ math, naive, verliebte Melodien von einem Rythmus und Wohlklang, der in dieſer Nacht, auf dieſen Wellen gar wunderſam ertönte. Man hätte ſagen können, ſie laſſe jedes Gefühl, jede Erinnerung ihres Lebens an ſich vorüberziehen und bringe alle dieſe
Erinnerungen, eine die andere, Armand zum


