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zunehmen, und da ſie ſich verheirathen wird, da ich ſie gänzlich verlieren werde, ſo werde ich ſolche Stöße zu erleiden, ſolche Kümmerniſſe zu verſchlucken haben, daß ich nicht lange widerſtehen kann. Dies wird das Ende ſein.“
Caliſte ihrerſeits, die von dieſen Stürmen Nichts wußte, hatte neue Lebensluſt gewonnen. Sie ver⸗ bannte aus ihren Gedanken Alles was ſie von ihrem Glück abziehen konnte. Frei zu leben, Armands Hand zu drücken, ſtolz an ſeiner Seite hinzuſchreiten, ſich anbeten zu laſſen und ihn hinwiederum anzube⸗ ten, alle Mittel ihres Geiſtes und ihrer Seele auf⸗ zubieten, um ihn glücklich zu machen, das war ihr unaufhörlicher Gedanke, damit vergeudete ſie die ver⸗ zehrende Thätigkeit ihrer glänzenden Einbildungs⸗ kraft. Wenn ſie zu ahnen ſuchte, welche Wolken an ihrem Himmel aufſteigen könnten, bot ſich ihr Nichts dar, worüber ſie ſich zu beunruhigen brauchte.„Liebt mich Armand?“ ſagte ſie zu ſich.„Ja; nun wohl, ich bin den vollkommenſten Frauen gleich und ich überrage ſie durch die alleinige Thatſache ſeiner Liebe.“
Die beiden Flüchtlinge waren alſo nach Como gekommen, einem allerliebſten Städtchen, das trotz der Oeſterreicher heiter iſt und, unter dem unermeß⸗ lichen Schild ſeiner Granithügel vor dem kalten Winde geſchützt, die Reiſenden immer durch ſein freundliches Ausſehen und die Höflichkeit ſeiner Be⸗ wohner bezaubert hat. 4
Aber die Fürſtin fand gleich am erſten Tage die zwei Fehler Comos.. 8
Der erſte beſteht darin, daß die Stadt wenig


