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Herzensschulden : Roman / von Auguste Maquet ; aus dem Französischen von Dr. Gottlob Fink
Entstehung
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als dieſer Herd von Nacheiferung im Fortſchritt, welchen man die höhere Geſellſchaft nennt. Ver⸗ langet von ihr kein Glück, aber Sie gibt euch alles Uebrige.

Ohne ein Mann von Welt zu ſein, liebte Armand von Bierges die Salons, die Schmuckſachen, die Frauen in ihrem Element, die Männer auf ihrem Schauplatz. Er gehörte zu denen, welche die Natur gekleidet vorziehen, wenn ſie mit Kunſt gekleidet iſt. Dieſe ſagen ſich, daß ſie zwei Wunder zu bewundern haben, ſtatt eines einzigen. Vielleicht hätte dieſer müſſige junge Mann, dieſer ehemalige Unterpräfect, dieſer Flaneur in Balluniform einen großen Maler, einen gewaltigen Schriftſteller oder einen derben Krie⸗ ger abgegeben; im Grund war er dies Alles. Seine Aquarellen, die er zwiſchen zwei Beſuchen tuſchte, ſtanden keinem Meiſterwerk unſerer großen Künſtler

nach; nur behielt er ſie in ſeiner Mappe. Seine Verſe, ach, wer macht keine Verſe? waren bewun⸗ dernswürdig, aber ſie waren verſchimmelt, ohne ab⸗ geſchrieben worden zu ſein. Dichter und Denker, hatte er ſich niemals von dem Wunſche hinreißen laſſen einen Band zu drucken; ebenſo hatte er ſich trotz ſeiner eiſernen Kniekehle, ſeiner herculiſchen Fauſtgelenke, ſeines Adlerblicks und ſeines Reichthums an Finten niemals bei einem öffentlichen Aſſaut mit dem Floret in der Hand gezeigt. Von Jugend an gewöhnt jeden körperlichen Widerſtand mit dem leich⸗ teſten Druck des Geiſtes zu brechen, hatte er die Haltung eines Titanen und lächelte wie Antinous Er war ein Mann zu Allem bereit, zu Allem brauch