Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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340 dio nach einem andern Tafelzimmer entfernte, wollte xr noch ein wenig bei dem Mahle der Andern zugegen ſeyn, und half ſelbſt die Gaͤſte bedienen. Mancher kann ſich vielleicht der Bemerkung nicht erwehren, daß es ja doch eine weit einfachere Sache geweſen waͤre, einen einzigen Tiſch aufſchlagen zu laſſen. Wir haben die Sache, wie ein ehrlicher Mann, nicht wie ein heutiges Original, er⸗ zaͤhlt; wir haben geſagt, daß der Marcheſe ein herablaſſen⸗ der Mann war, aber ein Wunder von Herablaſſung war er nicht. Es konnte Leutſeligkeit genug ſeyn, daß er ſich unter die guten Leute miſchte, unter ihnen aber mehrere Stunden zu verweilen, hatte er nicht Luſt.

Nach der Mittagsmahlzeit wurde der Kaufvertrag von der Hand eines Rechtsgelehrten aufgeſetzt. Dieſer war

Doktor Knotenhauer nicht. Denn der Doktor, ſeine

ſterblichen Ueberreſte nehmlich, befanden ſich bereits, wo ſie ſich noch heutiges Tages befinden, zu Canterelli. Da aber nicht alle Menſchen, welche Buͤcher leſen, aus der Gegend von Lecco ſind, ſo moͤchte hier eine Erklaͤrung noͤ⸗ thig ſeyn.

Etwa fuͤnfhundert Schritte oberhalb Lecev, nach der

Seite des Dorfes Caſtello hin, liegt ein Landgut, Namens

Canterelli, wo zwei Straßen ſich kreutzen. Seitwaͤrts ſieht man eine Anhoͤhe, wie einen kuͤnſtlich aufgeworfenen Huͤ⸗ gel, mit einem Krenze auf dem Giyfel. Dieſer Huͤgel iſt

nichts andres als ein großer Haufe von Todten, welche jene Peſt hinweg gerafft. Die S Sage ſpyrtcht freilich bloß

von Leuten, ſo an der Peſt geſtorben; ſie muß aber durch⸗

aus nur dieſe Peſt meinen, die letzte und moͤrderiſchſte, de⸗

ren ſich unſer Land erinnert. Denn wir muͤſſen geſtehen,

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