— 338— keine Schwierigkeit finden, und ich befaſſe mich von Her⸗ zen gern damit.“. „und dabei wollen Eure Gnaden dennoch nicht, daß man Sie einen ausgezeichneten Herrn nennt. Ich ſag' es und will es ſagen; Ihnen zum Trotz nenn' ich Sie ſo. Und wenn ich auch ſchweigen wollte, ſo waͤr' die Sache deswegen um Nichts anders; denn es ſind Alle der nehm⸗ lichen Meinung, und vox populi, vox Dei.“ Sie fanden die beiden Wittwen mit den beiden Verlobten zuſammen. Ueberraſchung und Unbegreiflichkeit verwandel⸗ ten das Zimmer ploͤtzlich in eine Kuͤnſtlerwerkſtatt; vier bewegungsloſe Steinbilder ſtanden da, die nackten, rauhen Waͤnde ſelbſt, die Vorhaͤnge, die Tiſche und die Tiſchtuͤ⸗ cher konnten vor Erſtaunen nicht zu ſich kommen, da ſie einen ſo außerordentlichen Gaſt uͤber die Schwelle treten ſahen. Dieſer aber brachte das Geſpraͤch in Gang, indem— er mit offener Herzlichkeit und feinem Zartſinne zugleich des Kardinals und der uͤbrigen Gegenſtaͤnde Erwaͤhnung that. Bald kam er auf den Vorſchlag. Don Abbondio wurde nochmals von ihm erſucht, den Preis zu beſtimmen, und machte ſich mit vielſagender Schiedsrichtermiene an den Ausſpruch; nach einigem Straͤuben und Ausweichen, er verſtehe nicht ſolch Mehl zu mahlen, er koͤnne bei ſol⸗ chen Dingen uur tappend ſich zurecht finden, ſpraͤche aus Gehorſam, und beſcheide ſich der beſſeren Meinung eines Sachkundigen, ruͤckte er endlich, nach ſeinem Dafuͤrhalten, mit einer unvernuͤnftigen Summe heraus. Der Kaͤufer verſicherte, ſeinerſeits vollkommen zufrieden zu ſeyn, und wiederholte, als wenn er den Pfarrer unrecht verſtanden haͤtte, einen doppelten Preis. Er mochte durchaus von kei⸗
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