Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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nachzudenken und Euer Moͤglichſtes zu thun, um die Ge⸗ fahr, welche ihnen drohte, abzuwenden... Was hat Euch nun die Furcht, die Liebe eingegeben? Was habt Ihr fuͤr ſie gethan? Was habt Ihr erſonnen?“

Esr ſchwieg, und wartete auf Antwort.

Zweites Kapitel.

Don Abbondiv hatte ſich nur gefaßt gemacht, auf all⸗ gemeine Vorſtellungen zu antworten; nach einer ſolchen Frage ſaß er daher ſprachlos da. Und wahrlich, auch wir, die wir, mit unſrem Manuſkripte vor uns und mit der Fe⸗ der in der Hand, nur gegen Redensarten es aufzunehmen haben, und nur die Beurtheilungen unſerer Leſer zu fuͤrch⸗ ten brauchen, auch wir ſtraͤuben uns hier gewiſſermaßen bei dem Fortfahren in unſerer Erzaͤhlung. Es kommt uns ſeltſam vor, ſo viele ſchoͤne Anweiſungen zur Beherztheit und zum Mitleiden, zur bekuͤmmerten Geſchaͤftigkeit fuͤr

Andre und zur unbegrenzten Aufopferung ſeiner ſelbſt, mit ſo geringer Muͤhe an des Tages Licht zu foͤrdern. Wir bedenken aber, daß es Worte eines Mannes waren, welcher ſie durch ſeine Handlungen bewaͤhrte, und ſo ſchreiten wir in unſrem Berichte muthig fort.

„Ihr antwortet nicht?“ fragte Borromeo.„O wenn Ihr Eurerſeits gethan haͤttet, was Mitleid und Pflicht ge⸗ boten, ſo waͤret Ihr, wie es auch immer ausgefallen, um keine Antwort verlegen. Ihr ſeht alſo ſelbſt, was Ihr ge⸗ than habt. Ihr habt der Ungerechtigkeit Gehorſam gelei⸗

ſtet, und die Vorſchriften der Pflicht unbeachtet gelaſſen.