Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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halten konnte. Und ſelbſt dieſe Schwerdter waͤren frucht⸗ los gezuͤckt worden, wenn nicht zwei Geiſtliche, ein Paar muthige und ruͤſtige Maͤnner, ihn auf die Schultern ge⸗ nommen, und von der Pforte des Tempels bis zum Fuße des Hochaltares hin getragen haͤtten. So oft er nachher ſeine biſchoͤflichen Beſuche machte, ließ ſich der erſte Ein⸗ tritt in die Kirche im Ernſt zu den Beſchwerlichkeiten ſei⸗ nes Hirtenamtes, ja bisweilen zu ſeinen uͤberſtandenen Ge⸗ fahren rechnen.

Auch in dieſe Kirche trat er, ſo gut es ging; dann be⸗ gab er ſich nach dem Altar, verrichtete ein kurzes Gebet, und ſprach nach ſeiner Gewohnheit einige Worte mit den Umherſtehenden, wie er ſie liebe, wie ihr Wohlſeyn ihm am Herzen liege, und welche Vorbereitungen ſie fuͤr den morgenden Gottesdienſt zu treffen haͤtten. Sodann begab er ſich in das Haus des Pfarrers, theilte ihm Verſchiede⸗ nes mit, und erkundigte ſich unter Anderem nach Renzo's Karakter und Betragen. Don Abbondio nannte dieſen ei⸗ nen etwas lebhaften Kopf, welcher an Eigenſinn und Galle nicht eben zu kurz gekommen. Als aber die Fragen be⸗ ſtimmter klangen, und mehr in's Beſondere gingen, mußte er bekennen, es ſey ein wackerer Juͤngling, und er wiſſe ſich's gar nicht zu erklaͤren, wie er in Mailand zu den ver⸗ teufelten Abentheuern, mit denen man ſich truͤge, gekom⸗ men ſeyn muͤſſe.

Was aber das Maͤdchen betrifft, ſagte der Kardinal,

meint Ihr, daß ſie ſich jetzt ohne Bedenken wieder in ihr

Haus begeben kann? Fuͤr jetzt, antwortete Don Abbondino,kann ſie kommen und bleiben, fuͤr jetzt, ſag' ich, wie ſie will; aber