Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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Nein, nein, ſagte Renzo,ich ſoll ihn in ſeine ei⸗ genen Haͤnde geben.* Er iſt nicht im Kloſter. Laßt mich hineintreten, ſo will ich ihn erwarten. Thut, wie ich Euch ſage, ſprach der Moͤnch; ner⸗ wartet ihn in der Kirche, koͤnnt dort indeſſen ein wenig beten. Inss Kloſter wird fuͤr jetzo Keiner herein gelaſſen. Mit dieſen Worten ſchloß er das Thuͤrchen zu. Renzo blieb, wie albern, mit ſeinem Brief in der Hand ſtehen. Er that zehen Schritte nach der Kirchenthuͤre zu, um dem Rath des Pfoͤrtners zu folgen; dann aber ſiel ihm ein, vor⸗ her doch noch einmal nach dem Auflauf hinzuſehen. Er ging uͤber den Platz, trat an den Rand der Straße, und ſtand mit verſchraͤnkten Armen da, links nach dem Innern der Stadt hinſchauend, wo das Gewuͤhl am gedraͤngteſten und am geraͤuſchvollſten war. Der Strudel zog den Zuſchauer an. Wir wollen doch einmal hinſehen! dachte er, nahm das Brodt wieder hervor, und machte ſich, indem er einen Biſſen nach dem andern davon abbrach, nach jener Seite hin auf den Weg. Waͤhrend er geht, wollen wir, ſo ge⸗ draͤngt als moͤglich die Urſachen und den Anfang jenes Tumn 1 h ethten

Ende des erſten Theils

Berlin, gedruckt in der Knieſtädtſchen Buchdruceerei. (Gebr. Unger.)