Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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denn nicht die Ungewißheit des Erfolges bloß, auch die moͤglichen Folgen gaben zur Bedenklichkeit Anlaß; das Un⸗ ternehmen war in der That das gewaltſamſte und gewag⸗ teſte, an welches der wackere Mann ſich bisher gemacht hatte. Indeſſen hatte man alle Vorſicht angewendet, um kein verrathendes Zeichen der That zu hinterlaſſen, und dieſer Gedanke beruhigte ihn ein wenig.

„Was den Argwohn betrifft, dazu lache ich. Ich will doch einmal den luͤſternen Vogel ſehen, der ſich's einfal⸗ len laͤßt, hier heraufzukommen, um ſich zu uͤberzeugen, ob ein junges Maͤdchen hier vorhanden ſey oder nicht! Er komme nur, komme nur einmal her, der Bauerkerl, er ſoll einen herrlichen Empfang finden. Mag auch der Moͤnch kommen, in Gottes Namen. Und die Alte? Die Alte kann immerhin nach Bergamo gehen. Die Gerechtig⸗ tigkeit? Pah, die Gerechtigkeit! Der Stadtvogt iſt ſo wenig ein einfaͤltiger Burſche als ein Narr. Und in Mai⸗ land? Wer kuͤmmert ſich in Mailand um das Volk hier? Wer wird ihnen denn da ſein Ohr leihen, und wer kennt ſie denn? Leute, die auf der Erde wie verloren, die nicht einmal einen Schutzherrn haben, Niemandem angehoͤrig. Weg, weg damit, keine Furcht! Wie der Attilio daſte⸗ hen wird, morgen fruͤh! Er wird ſehen, nun wird er ſehen, ob ich ein Mann bin, der große Worte nur im Munde fuͤhrt und bloß aufzuſchneiden verſteht. Und dann, ſollte mir etwa ein verwickelter Handel, was weiß ich? dabei herauskommen, ſollte irgend ein Feind ſich gerade dieſe Gelegenheit zu Nutze machen wollen, um ſeinem al⸗ ten Groll ein Feſt zu geben, ſo iſt Attilio auch ein Mann, der einen geſcheidten Rath in der Taſche hat; iſt doch die