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werden.“⁰— Er hatte ſich bei dieſen Worten gegen die Fuͤr⸗ ſtin gewendet; dieſe war der Meinung, man muͤſſe eine Einladung ergehen laſſen, und begann:„Da waͤre.. — Der Fuͤrſt aber unterbrach ſie:„Nein, nein, Frau Fuͤr⸗ ſtin; die Pathe muß vor allen Dingen der jungen Braut gefallen, und wiewohl der allgemeine Gebrauch den Eltern
die Wahl anheim ſtellt, ſo hat Gertrude doch ein ſo geſun⸗
des Urtheil, einen ſo richtigen Takt, daß ſie wohl eine Ausnahme zu machen verdient.“— Hier kehrte er ſich zur Tochter, und fuhr mit einer Miene, welche die Ankuͤndi⸗ gung einer außerordentlichen Gunſtbezeugung zu begleiten pflegt, alſo fort:„Jede von den Damen, die ſich geſtern zur geſellſchaftlichen Unterhaltung hier eingefunden, beſitzt die noͤthigen Eigenſchaften, um bei einer Tochter unſeres Hauſes das Pathenamt bekleiden zu koͤnnen; jede, glaub' ich verſichern zu duͤrfen, wird ſich's zur Ehre rechnen, die Vor⸗ gezogene zu ſeyn. Waͤhle alſo, Gertrude.“
Eine Wahl treffen, hieß auf's Neue ſeine Einwilligung geben. Das fuͤhlte Gertrude ſehr wohl. Doch der An⸗ trag war mit einer ſolchen Zubereitung geſchehen, daß eine Weigerung das gehaͤſſige Anſehen der Verachtung gehabt haͤtte; wollte ſie ſich entſchuldigen, ſo konnte man glauben, ſie ſey eine Undankbare oder wolle vornehm die Belaͤſtigte ſpielen. Sie that alſo auch dieſen Schritt, und nannte die Dame, welche ihr am Abend vorher am meiſten gefallen, diejenige nehmlich, die ſie am meiſten geliebkoſt oder gelobt und ſie mit ſo vertraulicher, gefuͤhlvoller Geſchaͤftigkeit be⸗
handelt hatte, daß die erſten Sekunden der Bekanntſchaft
das Trugbild einer alten Freundſchaft nachaͤfften.—„Eine vortreffliche Wahl!“ rief der Vater, der wirklich gerad


