Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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drigen Mauer, waͤhrend das Bein nach außen hin in der Luft ſchwebte, und der andre Fuß auf dem Boden des We⸗ ges ruhte; ſein Gefaͤhrte ſtand aufrecht, an die Mauer ge⸗ lehnt, die Arme vor der Bruſt uͤbereinander geſchlagen. Die Kleidung, die Geſtalt, und was ſich ſonſt von der Stelle aus, wo der Pfarrer ſtehen blieb, in ihrem Aeußern erken⸗ nen ließ, verbannte jeden Zweifel uber ihren Stand. Beide trugen um den Kopf ein gruͤnes Netz, welches vorn an der Stirne einen gewaltigen Haarbuͤſchel hervorquillen ließ, und auf die linke Schulter, in eine große Quaſte endigend/ herabhing; zwei lange Schnautzbaͤrte, bis zur aͤußerſten Spitze gekraͤnſelt; der Saum des Wamſes durch einen Gurt von glaͤnzendem Leder geſchloſſen, und zwei Piſtolen an Haken daran hangend; ein kleines volles Pulverhorn, gleich einem Halsbande vor der Bruſt ſchwebend; rechts an den weiten bauſchigen Beinkleidern eine Taſche, aus welcher der Griff eines großen Meſſers hervorblickte; zur Linken ein Degen, deſſen großes Gefaͤß mit glatten und leuchtenden Meſſingblaͤttchen, zu einem Namenszuge an einander ge⸗ fuͤgt, durchbrochen warz beim erſten Blick ließ ſich ein Paar von der Zunft der Bravi erkennen.

Dieſe Zunft, jetzt gaͤnzlich verſchwunden, erfreute ſich damals in der Lombardei ihrer glaͤnzendſten Bluͤthe, und ſtammte aus alten Zeiten her. Wer keinen Begriff von ihr hat, dem moͤgen einige authentiſche Mittheilungen uͤber ihre voorzuͤglichſten Kennzeichen, uͤber die Anſtrengungen, welche bei ihrer Unterdruͤckung erforderlich waren, und uͤber ihre widerſtrebende uͤppige Lebenskraft hinreichende Auskunft geben.

Schon am achten April des Jahres 1583 hatte der er⸗

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