Teil eines Werkes 
1. Theil (1860) Schloss Hardegsen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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Aber Ihr habt ſie doch gemacht.,

Und Du ſelber haſt mich verleitet, den Pfandbrief für die ſechshundert Markhinzuzufügen, als ich nach Wolfenbüttel auf⸗ brechen wollte und nach der heſſiſchen Fehde kein Geld hatte.

Ganz recht; aber jetzt braucht Ihr kein Geld mehr, die Braunſchweiger haben Euch reich bezahlt. Hätte aber Euer Vetter Magnus die Stadt nicht reich werden laſſen, ihr nicht verkauft, verpfändet, die Bürgermeiſter nicht die Bürger auspreſſen laſſen, ſo hätten ſie ihm kein Geld und keine Leute für die Fehde in Lüneburg geben können oder wollen und Ihr könntet weder Löſegeld für Gefangene for⸗ dern, noch Waaren auf der Straße finden; ſeht, Herr, das iſt die Frucht des guten Einvernehmens mit den Städten, auf die ein Fürſt es abgeſehen hat. Man ſchlachtet keinen Ochſen, man mäſtet ihn denn vorher, und macht ihn willig, daß er ſich anfaſſen und abthun läßt. Ihr habt einmal eine Wuth auf die Göttinger, weil ſie ſich bereichern und hervorthun ſo mäſtet ſie doch erſt, macht ſie zutraulich, willig, zahm. Es wird dem Roſtorfer ein hübſches Sümmchen koſten, wenn er ſich vom Rathe loskaufen will das Geld bleibt in der Stadt, Ihr fin⸗ det es ſpäter in irgend einer Rathsherrn⸗Truhe.

Und wenn die Stadt ſo mächtig geworden iſt, daß ſie mir trotzen kann?

Herzog Euch trotzen? Steigert ſich Eure Macht nicht von Jahr zu Jahr? Die geſammte Ritterſchaft, die Sterner, die Braunſchweiger Burgmänner ſind bereit für Euch. Aber erſt wartet ab, bis Ihr das Braunſchweigiſche Land ſicher und den Friedrich als Blödſinnigen in einem