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auch ſchnell bei ihrem Gevatter, dem Schmidt in Roſtorf angetroffen, nach Hauſe gebracht und eingeſperrt; die Herzogin aber habe Kunde davon vernommen, das Mäd⸗ chen ſich vorführen laſſen und ein ſo großes Wohlgefallen daran gefunden, daß ſie es in ihren Schutz geſtellt und in Dienſte bei ihrer Perſon befohlen habe. So hörte ich von einem Weibe aus Grone, das in unſerem Brau⸗ hauſe kauft. Dieſe Nachricht richtete alle meine Gedanken auf das Mädchen und ich konnte unicht ruhig über ihr Schickſal werden. Ich bildete mir gewaltſam ein, mein Gemüth ſei nur über das Unrecht bewegt, das ihr wider⸗ fahren, aber ich fühlte mich an ihr Schickſal ſeltſam ge⸗ bannt.— Ich konnte mir nicht denken, daß die Herzogin gegen ihres Gemahls Befehl ein Mädchen im Schloß vor der Ritter⸗ und Knappen⸗Gewalt zu ſchützen ver⸗ möge; ich machte mich auf den Weg nach Harſte und horchte bei Reiſigen, Küchenleuten nnd denen, die in der Burg aus⸗ und eingingen, aber man nannte die Geſchichte eine Mähr, das hübſche Mädchen habe ſich ſelbſt der Herzogin angeboten und möge wohl eher um eines ſchmucken Junkers freundlichen Blick buhlen, als ſich vor eines Vogtes Neigung fürchten. Ich fühlte mein Herz zwiſchen Liebe und Enttäuſchung bald heiß, bald kalt werden, ich klagte und zürnte in mir über das Mädchen, ich eilte nach Roſtorf zum Schmid, der die gewaltſame Aufhebung Gertrudens beſtätigte, ich eilte nach der Maſch⸗ mühle, um hier entweder meine Liebe zu ſtärken oder zu begraben. Der Müller empfing mich freundlich, die Frau jammerte nach ihrer Tochter, er verſicherte, daß es ihm nie in den Sinn gekommen ſei, ſein einziges Kind zu


