250 eines Waldes, und ſchon zum dritten Mahle haben, ſeitdem der Zahn der Zeit die Roͤmiſchen Villen zer⸗
ſtoͤrt hat, die ihre Ueberreſte umſchattenden Eichen ſich wieder erneuert.
Noch ehe wir von der großen Straße abgegan⸗ gen waren, hatte ſich ein kleines, vor Hitze halb todtes Maͤnnchen, in ſchwarzer Kleidung, mit gro⸗ ßer Begierde an unſere Reiſegeſellſchaft angeſchloſſen. Dieſer Menſch war ein Franzoſe, ein Pariſer in je⸗ dem Sinne des Wortes, der ſich, um zu uns zu gelangen, an die Gendarmen, welche man uns von Velletri her als Bedeckung zugeſchickt, und die an jener Stelle der Heerſtraße, wo wir aus dem Wa⸗ gen geſtiegen waren, unſer hatten warten muͤſſen, angehaͤngt hatte, und nicht weniger erſtaunt war, ſich in der groͤßten Sommerhitze mitten in den Pon⸗ tiniſchen Suͤmpfen zu befinden, als wir ſelbſt, ihn hier zu Geſichte zu bekommen. Ich konnte nicht um⸗ hin, ihm hieruͤber meine Verwunderung zu bezei⸗ gen, und er hinwieder ermangelte nicht, mir die Gruͤnde ſeiner Anweſenheit in unſerm Kreiſe um⸗ ſtaͤndlich genug auseinander zu ſetzen. Er habe, er⸗ zaͤhlte er mir, im lebhaften Gefuͤhle, daß er nicht dazu geſchaffen ſey, ſeine Tage in Unberuͤhmtheit verfließen zu laſſen, ſich ſchon ſeit geraumer Zeit nach einer oͤffentlichen Stelle umgeſehen. Nach lan⸗ gem vergeblichen Harren ſey ihm endlich kund gewor⸗ den, daß man ihn zum Polizey⸗Commiſſaͤr von


