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diten⸗Volk in den Gebirgen des Sabiner⸗Landes und den Abruzzen ſeinen Spuk getrieben; auch iſt dasſelbe um ſo weniger auszurotten, weil es in der Einwohnerſchaft des Landes ſelbſt ſeine Wurzel hat. Es ſind jedoch dieſe feindſeligen, die Grenzen des Koͤnigreichs Neapel gefaͤhrdenden, Horden keineswegs bloß Raͤubergeſellſchaften ohne Heimath und Eigen⸗ thum, die unter unzaͤhligen Verkleidungen umher⸗ ſtreifen, immer auf der Flucht begriffen ſind, im
Dunkeln ſich fortwaͤhrend zu Ueberfaͤllen ruͤſten, nach
vollfuͤhrter That aber ſich in weite Entfernungen zu⸗ ruͤckziehen, um den Raub zu theilen, und denen als Leuten, die keinem Wohnorte angehoͤren, uͤber⸗ all, wo ſie hinkommen, ein Signalement von Seite der Polizey voranlaͤuft: ſondern es beſteht dieß Raͤu⸗ bervolk vielmehr aus eigentlichen, die benachbarten Berge bewohnenden Landleuten, die Eigenthum und Familie haben, und einen Theil des Jahres ſich mit Feldarbeiten beſchaͤftigen; die aber, weil der Er⸗ trag der Arbeit in einem unfruchtbaren Felſenlande weder fuͤr ihr Fortkommen, noch fuͤr ihre Vergnuͤgun⸗ gen ausreicht, neben dem Feldbauer⸗Stande auch noch das Raͤuberhandwerk ergreifen, und durch ei⸗ nen faſt unwiderſtehlichen Reiz und ein nicht minder ſtarkes Beduͤrfniß nach Mord und Pluͤnderung ge⸗ trieben, ſich in Geſellſchaften zuſammenthun, und mit bewaffneter Hand auf die Reiſenden und nicht ſelten auch
auf die Bewohner und Haͤuſer des Flachlandes losgehen


