Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

227 gehoͤrt, deren Thiere ih auf meine Unkoſten ernaͤh⸗ ren muß.“

„Bey alle dem, und un zechtet wir bey unſerm Wirthſchafts⸗Syſteme dann auch noch manchen nicht unbetraͤchtlichen Verluſt an unſerm Vieh zu erleiden haben, kann ich Ihnen nicht verhehlen, daß unſer Gewerbe ſehr eintraͤglich iſt, und neben einem In⸗ tereſſe von fuͤnf Procent von meinem Vieh⸗Capital, einen jaͤhrlichen Gewinn von ungefaͤhr fuͤnf tauſend Piaſtern einbringt. Uebrigens ſehen Sie, mein Herr, daß dieſe ſo wuͤſten und ſo gering geſchaͤtzten Laͤnde⸗ reyen der Campagna di Roma zu achtzehn Francs der Pariſer Morgen verpachtet werden. In Frank⸗ reich gibt es unendlich viel Land, das keinen ſo be⸗ traͤchtlichen Miethzins einbringt. Waͤren unſere Grundſtuͤcke abgetheilt und bevoͤlkert, ſo wuͤrden ſie ſich zu einem noch hoͤhern, allein auch dann nicht zu einem ſo hohen Preiſe verpachten laſſen, als man⸗ cher dafuͤr haͤlt, denn das, was das Geheimniß ei⸗ ner im Großen betriebenen Landwirthſchaft ausmacht, iſt ihre innere Oekonomie, und nichts iſt in Betreff des Ertrages des Feldbaus taͤuſchender, als die Ge⸗ ſtalt, in welcher ſich derſelbe dem Beſchauer vor Augen legt, indem jener Ertrag einzig von der Ge⸗ ſammtheit und dem Ineinandergreifen der wirth⸗ ſchaftlichen Einrichtungen abhaͤngt, und keineswegs von dem Reichthume der zur Schau liegenden Produkte.“

15*†