Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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furchtbare Uebergewalt der Menſchen uͤber die Schöͤ⸗ pfung mit ſolcher Staͤrke in die Augen, wie in dem vormahligen Auſonien, dem alle Zeitalter der Civili⸗ ſation ihre Opfer dargebracht und ihren Stempel aufgedruͤckt zu haben ſcheinen.

Hier ſieht man mit Ulmen umzogene Felder, die der Weinſtock, als waͤre er bloß zur Feyer eines Bacchus⸗Dienſtes gepflanzt, mit ſeinen Ranken uͤber⸗ ſchattet. Dort hat der Oehlbaum, erſt ſpaͤterhin aus Griechenland oder Aſien eingefuͤhrt, mit dem Immergruͤn ſeines Laubwerkes einen duͤrren Huͤgel⸗ abhang in einen Luſthain verwandelt, den keine Jah⸗ reszeit ſeines Schmuckes zu berauben vermag*). In

*) In der That fällt der Oehlbaum, was auch etwa ein hypochon⸗ driſcher Reiſender zu deſſen Nachtheile geſagt haben möchte, zu⸗ mahl wenn ſeine dunkelblaue, ſchimmernde Frucht anfängt zwiſchen den Zweigen hindurch zu ſcheinen, ſehr angenehm und wohlthuend in's Auge, und trägt auch ſeinerſeits dazu bey, den Anblick einer ſolchen Gartenlandſchaft zu verſchönern und zu vermannigfachen. Lebhafter glänzt unter den Olivenbäumen der in gleicher Reihe mit ihnen gepflanzte, hier und da an ihre Stämme hinaufrankende Weinſtock. Des Feigenbaumes breites Laubwerk färbt, neben der Olive aufgrünend, ſich dunkler, und noch dunkler, ja beynahe ſchwarz, erſcheint, beſonders aus eini⸗ ger Entfernung geſehen, aus der Olivenpflanzung ſich erhebend, die ſchlanke, pyramidaliſche Cypreſſe. Deſſen zeugt unter den ſchönern und bebautern Gegenden Italiens nahmentlich die reitzende, einem weitläufigten Luſtgarten gleichende Umgegend der Etruriſchen Hauptſtadt, oder auch, Falls der Leſer im Nor⸗ den nicht Luſt hätte, ſich ſo weit nach Süden zu verſteigen, mancher herrliche Erdſleck am Comer⸗See, z. B. in der Nähe von Menagio; dergleichen die Hügelufer des lieblichen Lauiſer⸗