Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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die letzte Palme davon getragen, und Velutis Toͤne ſind die letzten, an denen ſich Neapels Geſtade ver⸗ gnuͤgen. Gleich einem ausgeſogenen Erdreiche, das ſich weigert, forthin Blumen und Fruͤchte zu tragen, ſcheint Italiens alter Boden des Hervorbringens von Gedichten und Denkmaͤhlern muͤde. Nur ein großer Mann iſt noch uͤbrig, der fuͤr ſich allein den Ruf jener alterthuͤmlichen Beruͤhmtheit, ihrem gan⸗ zen Umfange nach, zu behaupten weiß. Dieſer Mann iſt Canova: das Werk aber, an welchem er ar⸗ beitet, iſt das Grabmahl, das ſeine Aſche umſchließen ſoll; und in dieſe Ruheſtaͤtte, die ſeine eigne Hand ſich bereitet, wird der Genius der Kuͤnſte, der zwan⸗ zig Jahrhunderte hindurch Italien verherrlicht hat, zugleich mit ihm hinabſteigen. Und ſo geht der all⸗ gemeine, jetzt bemerkbare Zielpunct des Italiaͤniſchen Volkes, fern von dem Gebiethe der Fantaſie, auf ei⸗ nen Geiſt der Ordnung und Regelmaͤßigkeit in den Geſchaͤften, auf ein Verlangen, ſeine Lage durch Einſicht und Sparſamkeit zu verbeſſern, mit einem

Worte, auf ein Beſtreben, ſeine Kraͤfte im geſell⸗ ſchaftlichen ſowohl als im Privat⸗Leben auf nuͤtzliche Gegenſtaͤnde zu verwenden. Das Princip, welches dieſe Thaͤtigkeit in Bewegung ſetzt, iſt uͤberall ver⸗ breitet. Es beſteht in dem mit einer gewiſſen Selbſt⸗ achtung verbundenen Bewußtſeyn eigener Kraͤfte, auf welches Italiens Voͤlker vor Alters eingewilligt hatten, zu verzichten, das ſie aber ſeit zehen Jahren