Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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247 litiſcher Hinſicht unter einem neuen Geſichtspuncte zu beachten ſeyn, und wer weiß, ob nicht die Ita⸗ liaͤner dazu beſtimmt ſind, aus ihrer geſchichtlichen Nichtigkeit heraus zu treten, und ſich der Zahl der⸗ jenigen Voͤlker anzureihen, deren Nahmen in den Jahrbuͤchern der Welt nicht ohne Ruhm angeſchrie⸗ ben ſtehen.

Es waͤre dieß weder etwas Neues, noch etwas Erſtaunenswuͤrdiges. Nichts hindert es, daß die Italiaͤniſche Nation neuerdings groß werde: denn ſie hat der Himmel vor allen andern beguͤnſtigt. Ihr kommt beydes, die Klugheit der Morgenlaͤnder und die Beweglichkeit der Europaͤiſchen Voͤlkerſchaften, zu Statten. Kein Volk iſt von der Natur in ſo hohem Grade mit jenem Geiſt der Nachahmung ausgeruͤ⸗ ſtet, vermittelſt deſſen die Regungen der Leiden⸗ ſchaften und die Schoͤnheiten der Natur ſich darſtel⸗ len laſſen; und keines hat jene Zuͤge, welche den Charakter der Menſchen uͤber die Erde emporheben, mit ſolchem Gluͤcke aufgefaßt und entwickelt. Italiens Bewohner ſind es, denen unſer Welttheil jene zwey Zeitalter verdankt, in welchen die Civiliſi⸗ rung ihren Einfluß uͤber denſelben verbreitet hat. Sie waren, ein Umſtand, den man gar zu leicht zu vergeſſen pflegt, vormahls Buͤrger von Rom, und ſie hinwieder haben den Europaͤern im XV. Jahrhundert neuerdings die Muſter zu allem, was ſie noch heut zu Tage Erhabenes und Gefaͤlliges beſitzen, mitgetheilt.

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