Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Bey den zwey zahlreichſten Staͤnden, denen der Grundeigenthuͤmer und Landbauer, beſteht das Vermoͤgen in der Geſammtheit der Erzeugniſſe des Bodens. Des Genuſſes dieſer Producte ſind ſie bey⸗ derſeits ſicher; die einen durch das Recht des Be⸗ ſitzs; die andern durch die Befugniß, welche ihnen in Kraft der Beſtimmungen der Pachtvertraͤge er⸗ theilt wird. Das Loos dieſer beyden Claſſen iſt guͤnſtig genug, daß die eine derſelben alle Capita⸗ lien an ſich ziehen, die andere alle Arme ihrem Dienſte zueignen kann.

Die Kaſten, welche ſich auf Kunſt- und Ge⸗ werbfleiß verlegen, ſind im Allgemeinen im Abneh⸗ men begriffen. Je mehr ſich die Induſtrie im Aus⸗ lande vervollkommnet, deſto mehr muß auch die auswaͤrtige Concurrenz den Voͤlkerſchaften Italiens verderblich werden. Dieſe Wirkung hat ſich ſeit zwey Jahrhunderten ununterbrochen zu Tage gelegt, und gegenwaͤrtig iſt in Italien einzig noch jener oͤrtliche Kunſtfleiß anzutreffen, deſſen Erzeugniſſe ſich nicht verfuͤhren laſſen und fuͤr die Bequemlichkeit des Le⸗ bens unentbehrlich ſind.

Solcher Geſtalt iſt Italien ſeit zwey Jahrhun⸗ derten ein ſich weſentlich, man moͤchte ſagen, ein⸗ zig mit der Feldwirthſchaft beſchaͤftigendes Land ge⸗ worden, das in der allgemeinen Oekonomie der Eu⸗ ropaͤiſchen Staaten lediglich noch in dieſer Beziehung in Betrachtung kommt. Gleichwohl duͤrfte es in po⸗