Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Italiäniſchen Landeigenthuͤmer ſich durch einen uͤbel angebrachten, in einer eben ſo ſchmutzigen als un⸗ nuͤtzen Dienerſchaft beſtehenden, Prunk zu Grunde richten. Auf allen dieſen Staat hat man in den neueſten Zeiten Verzicht gethan, und die Equipa gen ſind das Einzige, womit auch gegenwaͤrtig noch Mißbrauch getrieben wird. Ich habe armſelige Staͤdt⸗ chen geſehen, wo dreyßig elende Fuhrwerke auf dem Curſe mit vorgeſpannten Schindmaͤhren zur Schau ſtanden.

Den uͤbertriebenen Gebrauch, der in Italien von den Kutſchen gemacht wird, betrachtet man in dieſem Lande keineswegs als etwas zum Luxus Ge⸗ hoͤriges, ſondern als ein hoͤchſt unentbehrliches Be⸗ duͤrfniß. Auf aͤhnliche Weiſe hat jedes Land ſeinen beſondern Gegenſtand, an welchen es ſein Geld und ſeine Zuneigung hingibt, und der bloß da, wo man keinen Gebrauch davon macht, unter die Luxus⸗ Artikel gezaͤhlt wird. In Frankreich faͤhrt mancher Privat⸗Mann, der den praͤchtigſten Hausrath be⸗ ſitzt, nicht anders als in einem Fiaker aus: der Italiaͤner laͤßt ſich in der Kutſche fahren, und hat, um ſich niederzuſetzen, kaum vier Strohſeſſel im Zimmer ſtehen; denn in keinem Lande ſind die Ge⸗ maͤcher ſo ſchlecht moͤblirt, als in Italien, wie denn uͤberhaupt in den warmen Laͤndern Geraͤthſchaften und Zimmer keine der wichtigſten Stellen im Haus⸗ halte des Lebens einnehmen.